Der Wertverfall des Papiergelds nimmt dramatisch Fahrt auf. So bekommt man heute für eine Unze Gold bereits 1438 US-Dollar – so viel wie noch nie in der Geschichte der papiervirtuellen US-Währung und 32 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. In der ebenso ungedeckten Euro-Währung kostet die Goldunze aktuell 1036 Euro. Für eine Unze Silber erhält man bereits über 25 Euro oder knapp 35 US-Dollar, so viel wie seit dreißig Jahren nicht mehr und schon 110 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Auch in Öl gemessen (aktuell 116 US-Dollar pro Barrel) marschieren die Leitwährungen auf die alten Tiefststände aus dem Jahre 2008 zu.
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Erstmals seit 30 Jahren ist der Silberpreis im Tagesverlauf wieder bei 30 US-Dollar angelangt. Im Zuge der Silber-Spekulation der Gebrüder Hunt hatte sich der Silberpreis im Jahre 1980 binnen kurzer Zeit von einem Niveau von 5 US-Dollar auf 50 US-Dollar verzehnfacht, um dann wieder steil abzufallen und kaum ein Jahr später bei 5 US-Dollar zu landen. Kaufkraftbereinigt lag der Silberpreis 1980 gegenüber heute sogar noch um ein Vielfaches höher. Mehr als zwei Jahrzehnte lang dümpelte der Silberpreis dann bei etwa 5 US-Dollar herum, bis 2004 wieder eine langsame und von starken Schwankungen geprägte Aufwärtsbewegung stattfand. In den letzten drei Monaten nahm der Silberkurs wieder stark an Fahrt auf und stieg um 52 Prozent.
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Berichte aus London (Midas) sagen, dass größere Mengen Gold nur noch sehr schwierig zu bekommen sind. Dafür tauchen falsche Goldbarren mit Wolframkern auf – aus Quellen aus dem Goldkartell. So desperat ist deren Situation inzwischen. Ich hoffe, alle Leser haben jetzt ihre Rettungsboote aus Gold.
Marktkommentar: „Printer-Ben“ und „Printer-Jean“ – Walter K. Eichelburg – eigentümlich frei.
Das Jahr 2009 begann mit einem Dollar-Goldpreis von 884,30 pro Unze. Seither gab es einen Zuwachs von 20 Prozent über neun Monate, extrapoliert über ein Jahr wären das mehr als 26 Prozent. Also müsste die Fed die Dollar-Leitzinsen auf mindestens 26 Prozent heben, um einen Ausgleich für die Entwertung des Dollars gegenüber Gold zu schaffen. Dazu kommt ein Zuschlag für die Zinssteuern, die Kleinanleger zahlen müssen, sowie ein ordentlicher Zuschlag für das weitere Abwertungsrisiko für den Fall eines Dollar-Crashs. Dann sind wir leicht bei 40 Prozent Zinsen auf ganz kurzfristiges Geld. Für längerfristiges Geld, etwa Staatsanleihen, müsste noch mehr bezahlt werden, da hier das Ausfallsrisiko besteht, etwa 50 Prozent. Also 40 Prozent für kurzfristiges Geld statt 0 Prozent heute und 50 Prozent statt 3,2 Prozent für zehnjährige Treasuries. Für schlechtere Kreditqualitäten noch mehr. Das bringt das System auf der Stelle um. Beim Euro sind die Zahlen etwas geringer (15,4 Prozent Gold-Steigerung 2009), da dieser gegenüber Gold weniger gefallen ist, aber auch hier würden „reale Zinsen“ einen sofortigen Systemkollaps auslösen.
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