Anleger wollen lieber physisches Gold statt Papier

12. Dezember 2016

An den Futuresmärkten nahm unter großen Futures-Tradern laut derzeitigem CoT-Bericht der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission erneut die Verunsicherung zu. Der Preis des Goldes beendete die letzte Woche auf dem geringsten Wert seit Februar, zur gleichen Zeit ist es der fünfte Verlust innerhalb einer Woche am Stück.

goldmünzen silbermanipulation

Momentan notiert das Edelmetall nur wenig geändert bei 1.160 Dollar. In dieser Woche trifft die US-Zentralbank Federal Reserve ihre letzte Jahresentscheidung über den Zins und es wird eine Erhöhung des Leitzinses von 0,25 % vermutet. Das wäre die zweite Zinsanhebung seit rund zehn Jahren, die erste gab es im letzten Dezember.

Spannend könnte auch die Bekanntmachung der Erwartungen der Federal Reserve für Zinsen und Wachstum sein. Viele Experten kalkulieren zusätzlich mit zwei zusätzlichen Erhöhungen der Zinsen im folgenden Jahr, was den Preis des Goldes weiterhin schwächen könnte. Entsprechend ziehen sich Investoren zurück. So hat der SPDR-Gold-Indexfonds, der größte Gold-Indexfonds weltweit, hat letzte Woche weiter an Beständen verloren.

Anleger wollen physische Ware

Sie fielen um etwa 13 t auf derzeit ca. 857 t und sind der fünfte Wochenabfluss am Stück. Bei Münzen aus Gold stellte sich die Situation im Gegenzug total anders dar. So meldete die United States Mint, dass US Eagle-Münzen aus Gold nur noch in der 1/2 Unzen-Version zu haben sind. Bis jetzt veräußerten die Vereinigten Staaten 984.500 Unzen American-Eagles in Gold. Damit wurde das Gesamtjahr 2015 schon um 22,8 % übertrumpft.

Zusätzlich ist somit das beste Verkaufsjahr seit 2011 gesichert. Geholfen hat diese Entwicklung dem Preis des Goldes jedoch nicht, zeigt jedoch auf, dass nicht jeder US-Amerikaner Trump als „Heilsbringer“ sieht.

Beweismittel für Silberpreismanipulation

Wie Bloomberg letzte Woche meldete, hat die Deutsche Bank acht Monate nach Beendigung eines Gerichtsprozesses in den Vereinigten Staaten von Amerika, im Rahmen dessen sie die Verfälschung von Gold- und Silberpreisen bestätigt hatte, anscheinend Unterlagen vorgelegt, die Beeinflussung von Silber durch UBS, HSBC, Bank of Nova Scotia und zusätzliche Finanzinstitutionen beweisen. Den Informationen folgend belegen die von der Deutschen Bank vorgelegten Dokumente, wie Trades unter Geschäftsbanken schon im Voraus über Chat koordiniert wurden.

So müssen sie Vereinbarungen zur Verfälschung des Börsenpreises für Silber, zur Reglementierung der angebotenen Spreads und bzgl. Herangehensweisen zur Drückung der Preise beweisen. Die Ankläger beabsichtigen unterstützt auf die weiteren Vorwürfe nun eine neue Beanstandung. Doch würden nicht wie bislang nur die o.g. 4 Geldhäuser beschuldigt sondern auch Barclays Plc, BNP Paribas Fortis SA, Standard Chartered Plc und Bank of America Corp.

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