China treibt den Goldpreis

10. Januar 2017

Im Dienstagshandel kann man dem Gold ein hohes Maß an relativer Stärke attestieren – trotz signifikanter Abflüsse beim weltweit größten Gold-Indexfonds SPDR Gold Shares. Der Preis des Goldes legte am Vortag um nahezu ein Prozent zu und schloss auf dem höchsten Level seit nahezu 6 Wochen.

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Derzeit notiert die Unze nur leicht geändert bei 1186 Dollar. Die wachsende Gefahr über die vorausgesagten Leitzinsanhebungen in den Vereinigten Staaten stützt den Preis des Goldes, da der Zinsnachteil von Gold nicht größer wird, wenn die Zinsen nicht merklich zulegen.

Der lokale Federal Reserve-Präsident Dennis Lockhardt aus Atlanta sprach am Vortag von einer kräftigen US-Ökonomie, die aber vermutlich gemäßigt steigen werde. In das gleiche Horn stieß auch Boston´s Federal Reserve-Boss Rosengren. Er äußerte, dass die ökonomische Verfassung vermutlich graduelle, aber regelmäßige Erhöhungen der Zinsen erlaube.

In einem derartigen Milieu sind keine starken Zinssprünge zu erwarten, was sich auch in einem schwächeren Dollar ausdrückt. Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro und dem Yen merklich an Wert eingebüßt. Am Donnerstag wird Federal Reserve-Chefin Janet Yellen auch eine Rede zur Währungspolitik halten. Am gestrigen Montag hat dessen gehaltene Menge an Gold nämlich einen starken Rückgang von 813,59 auf 805,00 t erdulden müssen.

Dies stellte den geringsten Wert seit Ende April dar. Während US-Investoren Gold zu diesem Zeitpunkt eher verschmähen, haben chinesische Anleger augenfällig wieder einen enorm kräftigeren Hunger auf das gelbe Edelmetall erhalten. An der Shanghai Gold Exchange war bei den außerordentlich beliebten 1000-Gramm-Barren ein Umsatz von 34.178 kg registriert und damit der durchschnittliche Tagesumsatz der vergangenen Woche um wenigstens fünf Prozent übertrumpft worden.

Aufgrund des baldigen chinesischen Neujahrsfests könnte sich die Tendenz noch bis Ende des Monats weiterführen. Am Nachmittag des Dienstags gab sich der Preis des Goldes mit gehaltenen Kurszahlen. Bis gegen 15.15 Uhr (mitteleuropäische Zeit) vergünstigte sich der am tatkräftigsten gehandelte Terminkontrakt auf Gold (Februar) um 1,20 auf 1.183,70 Dollar je Unze.

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