Europa zu unsicher: Anleger flüchten in Dollarraum

09. Januar 2018

So allmählich bemerken die Marktteilnehmer an den Metallbörsen den steigenden Trend von Dollar und Wertpapieren und beantworten dies mit Gewinnrealisierungen.

gold europa

gold europa

Von einer klaren Kurskorrektur kann man jedoch bislang nicht sprechen. An den Metallbörsen wird aktuell die wackelige politische Zukunft Europas in zunehmendem Maß debattiert. Das primäre Mitgliedsland Deutschland hat bereits monatelang keine Regierung, in Italien werden die kommenden Wahlen gespannt abgewartet und der Austritt Großbritanniens aus der EU sorgt auch für größere Ungewissheit.

In der derzeitigen Situation flieht darum reichlich Kapital in den US-Dollarraum, die US-Reform im Steuerbereich und das Motto „America first“ die Wertpapierkurse in Hochstimmung versetzt. Im Allgemeinen kann man die schlechte Wechselbeziehung zwischen den Assetklassen Wertpapiere und Gold aber als verhältnismäßig niedrig titulieren.

2017 gelang dem Rettungsanker Gold trotz steigender Wertpapiereindizes auf Dollarbasis wenigstens eine Preissteigerung im zweistelligen Prozentbereich. Am frühen Dienstagabend gab sich der Preis für das gelbe Edelmetall mit leicht fallenden Kurszahlen.

Bis gegen 15.00 Uhr (mitteleuropäische Zeit) vergünstigte sich der am stärksten gehandelte Terminkontrakt auf Gold (Februar) um 7,20 auf 1.313,20 Dollar je Unze.

Themen: , , ,