Gold auf 8-Wochenhoch

16. Januar 2017

Gold steigt zum Start der neuen Börsenwoche temporär auf ein 8-Wochenhoch von fast 1.210 Dollar je Unze. In Euro verteuert sich Gold auf 1.135 EUR je Unze. Ursachen hierfür sind unter weiteren kernige Äußerungen des angehenden Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump wenige Tage vor dessen Amtseinsetzung, sowie neue Vorgänge beim Austritt Großbritanniens aus der EU.

trump brexit

Britischen Zeitungen folgend wird Premierministerin Theresa May scheinbar morgen ihre Planungen zum Austritt Großbritanniens aus der EU präzisieren. Britische Zeitungen nehmen an, dass May einen „harten Brexit“ bekanntgeben wird – darauf deuten wenigstens Äußerungen von Großbritanniens Finanzminister hin –, was zur Ungewissheit unter den Marktakteuren beiträgt.

Hilfe bekommt Gold auch wieder seitens der Anleger: Zum ersten Mal seit den US-Wahlen erfasste der SPDR Gold Trust vergangenen Freitag wieder einen Zufluss. Gleichzeitig haben die spekulativen Kapitalinvestoren laut Commodity Futures Trading Commission-Statistik in der Woche zum 10. Januar zum ersten Mal seit neun Wochen wieder Netto-Long-Positionen aufgebaut.

Mit 55.700 Kontrakten liegen diese vollständig begutachtet aber noch auf einem geringen Niveau. Außerdem scheint der Gegenwind seitens des Dollar und der Gewinne mit Schuldtiteln nachzulassen, obwohl die US-Währung heute Morgen wieder aufwertet und die Erträge 10-jähriger US-Schuldverschreibungen steigen. Der WGC (World Gold Council) hat in einer vor Kurzem publizierten Untersuchung einige Ursachen festgelegt, die die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall im aktuellen Jahr steigern dürften.

World Gold Council positiv

Darunter zählen laut World Gold Council vergrößerte politische und geopolitische Gefahren sowie Währungsabwertungen und sich erhöhende Teuerungsprognosen. Der Preis des Goldes legte trotz Gewinnrealisierungen am Freitag in der vergangenen Woche um nahezu zwei Prozent zu. Aktuelle steigt die Unze weiter und hat bei einem momentanen Kurs von etwa 1206 Dollar die Marke von 1200 Dollar geknackt, an der sie letzte Woche noch gescheitert war. Wie langfristigen dieser Kurssprung sein wird, könnte entscheidend vom Dollar abhängen.

In den letzten Wochen hat Gold sich positiv entwickelt als der US-Dollar schwächelte, da Gold für Nicht-Dollarinvestoren günstiger wird, wenn der Dollar fällt und andersrum. In der vergangenen Woche gab der USDX rund ein Prozent nach. Morgen wird die Erklärung der britischen Administration zum Weggang Großbritannien aus der Europäischen Union und am Freitag die Amtseinsetzung von Donald Trump für Gefahr sorgen. Im Vorfeld war ein harter Austritt Großbritanniens aus der EU bekanntgegeben worden, der den Preis des Goldes auch stützen könnte.

Silber

Der Preis des Silbers konnte, exakt wie der Preis des Goldes, auch in der vergangenen Woche wieder eine kurzfristige Entspannung feiern. Bereits vorab hatten wir hier auf Finanztrends in einer technischen Untersuchung zu Silber angedeutet, dass der Preis des Silbers nach Möglichkeit nicht unter 15,50 Dollar je Unze fallen sollte. Und in der Tat wurde das, anfangs mal auf kurzfristiger Basis, mit einem etwas schwächeren Dollar sowie inkrementierten Gefahren aus China dann auch abgewendet.

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