Gold kämpft um die 1.200er-Marke

25. Januar 2017

Vor den eine Woche dauernden Festlichkeiten zum chinesischen Neujahr lässt das Kaufinteresse im Staatsgebiet der goldverrücktesten Nation weltweit nach. Für den jüngsten kleinen Rückgang beim Preis des Goldes war der US-Dollar verantwortlich: Wohl lagen die am Dienstag publizierten Daten aus den Vereinigten Staaten zu den Verkäufen vorhandener Immobilien unter den Vermutungen.

gold 1.200

Dennoch ist der US-Dollar nach oben gedreht, da Anleger auf den EMI der Zentralbank von Richmond geschaut haben, der entgegen den Vermutungen stark gewachsen war, und damit auf eine klare Wirtschaftsstimulation hindeutet. Das hat zu einem Zuwachs des US-Dollar und der Zinsen in den Vereinigten Staaten geführt und umgekehrt den Preis des Goldes ein bisschen belastet. Momentan notiert er bei 1213 Dollar je Unze.

Heute wurde um 10 Uhr der ifo-Geschäftsklimaindex kräftig im Blick der Anleger stehen. Ökonomen nehmen an, dass die Komponente mit den Vermutungen des Index praktisch stark geblieben ist bei 105,8 Zählern. Je nachdem wie die Daten ausfallen, könnte das für Kursausschläge am Devisenmarkt und damit beim Preis des Goldes sorgen. Ab Freitag werden die chinesischen Marktteilnehmer eine Woche lang als festigende Kräfte ausfallen und somit die Liquidität des Goldmarktes belasten.

Auch in den Vereinigten Staaten ist das Interesse an Goldanlagen eher auf dem Abgang. So hat sich beim weltweit größten Gold-Indexfonds SPDR Gold Shares die gehaltene Menge an Gold gestern von 807,07 auf 804,11 t beschränkt. Dies stellt den geringsten Wert seit nahezu neun Monaten dar. Ohne Rückenwind vom US-Präsidenten könnte ein Kampf um die Grenze von 1.200 Dollar ein verhältnismäßig kraftzehrendes Vorhaben werden.

Gold-Indexfonds kräftig

Wie Bloomberg meldet, haben sich zum Schluss außerordentlich Europas Gold-Indexfonds großer Beliebtheit erfreut. Demzufolge haben die 4 mit goldgedeckten Indexfonds mit den größten Zuflüssen im bisherigen Verlauf des Jahres allesamt ihren Hauptsitz in Westeuropa. Ganz vorne ist dabei den Informationen folgend Xetra-Gold mit Zuflüssen von 544 Mio. Dollar alleine in der letzten Woche. Dies stellt laut Bloomberg den größten wöchentlichen Zuwachs seit wenigstens 2012 dar.

Damit konnte Xetra-Gold mehr als zehnmal mehr neues Geld anlocken als der größte Gold-Indexfonds SPDR Gold Shares. Am Nachmittag des Mittwochs gab sich der Preis des Goldes mit günstigeren Kursen. Bis gegen 15.00 Uhr (mitteleuropäische Zeit) vergünstigte sich der am tatkräftigsten gehandelte Terminkontrakt auf Gold (April) um 7,90 auf 1.205,70 Dollar je Unze.

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