Krise vorbei, weg mit dem Altmetall!

24. März 2012

Man steht relativ alleine da, wenn die gesamte Windfahnen-Finanzpresse nach einer Korrektur der historischen Geldmetalle „die Party ist vorbei“ schreit und angstzitternde Anleger ihr Altmetall mit kurzfristig hohen Verlusten zurück zum Bankschalter tragen. Doch wir bleiben „hart“: Die gute Stimmung wird nicht von Dauer sein.

Gold wurde im Zuge der jüngsten Korrekturen förmlich herunterprügelt und auch Silber hatte eine Niederlage erlitten, als Renditen für Staatsanleihen etwas anzogen und plötzlicher Optimismus an den Märkten einkehrte.

Scheinbar ist die Angst vor einem Bankrott Griechenlands bzw. dem Untergang der Eurozone innerhalb weniger Tage verpufft und obwohl alle Schulden noch da (oder noch höher) sind und die Zinsen für diese Schulden sogar steigen, ist plötzlich alles wieder in Ordnung. Auch die USA: Zwar hat Obama mehr Schulden angehäuft als sämtliche Präsidenten vor ihm, doch der US-Arbeitsmarktbericht vom Februar war positiv. Also weg mit den „sicheren Häfen“, lasst uns weiterzocken!

Die Experten-Meinungen ließen nicht lange auf sich warten: So prognostizierte etwa die UBS ein Kursziel von 1’550 Dollar pro Unze Gold, was weitere Kursstürze von 12,7% voraussetzt. Genau diese Experten hatten vor wenigen Tagen noch steigende Kurse vorhergesagt. Die Prognosen laufen einfach den Kursen hinterher. Echte Windfahnen-Experten eben.

Die Kursstürze sind also nur stimmungsbedingt. Griechenland wurde nicht gerettet, lediglich die Gläubiger Griechenlands. Und wer sind diese? Banken natürlich, deren Vermögenswerte nur aus Schuldtiteln bestehen und weiterhin zu einem Drittel faul sind. Nun die Frage an die Leser: Glauben Sie, dass die Probleme in den USA, in China, In Japan oder in Europa nun gelöst sind, oder nicht? Wir wissen eins: Verkaufen werden wir zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht ein Gramm.