Marc Faber prognostiziert Edelmetall-Hausse 2017

19. Januar 2017

Nach der gestrigen Rede von Federal Reserve-Leiterin Janet Yellen rutschte das Gold in Richtung 1.200 Dollar ab. Yellen sagte nämlich, dass es wegen der guten Situation im Beschäftigungssektor und der in Richtung zwei Prozent bewegenden Teuerung Sinn mache, die Leitzinsen peu à peu zu steigern.

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Dies ließ den USDX merklich anziehen, was den Preis des Goldes wegen der nachteiligen Korrelation der beiden Assets in tiefere Gegenden führte. Der heutige Börsentag könnte an den Metallbörsen hauptsächlich im Zeichen der Veröffentlichung des Sitzungsergebnisses der Europäischen Zentralbank und bedeutender US-Konjunkturindikatoren stehen.

Doch müssten sich die Anleger hauptsächlich für die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und den Wirtschaftsausblick der Philadelphia Federal Reserve (beide 14.30 Uhr) kräftig interessieren. Fast nichts hat in den letzten Monaten den Preis des Goldes mehr geprägt als der Dollar: Steigt der US-Dollar gegenüber dem Yen, da Anleger darauf bauen, dass Trump eine starke Stimulation der US-Ökonomie verursachen und damit die Teuerung anheizen wird, steigen die US-Zinsen, was hingegen den US-Dollar mit nach oben zieht. Das belastet den Preis des Goldes.

Für den Fall, dass Anleger im Gegenzug befürchten, dass die US-Ökonomie langsamer steigen könnte als vermutet, da Staaten, wie China, mit eigenen Initiativen auf einen eventuellen von Trump angezettelten Handelskrieg reagieren könnten, legt der Dollar den Rückwärtsgang ein, wodurch die Notierung des Metalls beflügelt wird. Momentan ist der Dollar nach kräftigen US-Inflationsdaten gewachsen und hat den US-Dollar wieder unter die Grenze von 1200 Dollar gedrückt.

Derzeit notiert er bei 1198 Dollar. Im Mittelpunkt stehen heute die Europäische Zentralbank-Zusammenkunft und die Daten aus den Vereinigten Staaten zu den Neubaubeginnen und dem EMI der Zentralbank von Philadelphia.

Marc Faber vermutet Hausse

Der erfahrene Anleger deklariert im Gespräch, dass die Bewertungen von Anteilscheine und Dollar aktuell extrem hoch seien, über kurz oder lang sollte es hier zu einem kräftigen Abverkauf kommen.

Sehr zuversichtlich ist Faber im Gegenzug gegenüber Silber und Gold eingestellt. Er denkt, dass in den bevorstehenden drei bis 6 Monaten viel Geld in die Edelmetalle fließen wird. Er empfiehlt aus diesem Grund, Gold, Silber und Platin sowohl physisch als auch im Sinne als Bergbauaktien in das Portfolio zu machen.

Dessen ungeachtet hält der Schweizer auch US-Staatsobligationen für gute Käufe, denn zu diesem Zeitpunkt sei die Stimmung bei Anteilscheine viel zu zuversichtlich und bei Schuldverschreibungen viel zu pessimistisch.

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