Trump und China befeuern Goldpreis

12. Januar 2017

Trump und China verleihen dem Goldpreis Flügel. Die Sorge der Investoren vor politischen Ungewissheiten hat dem Preis des Goldes zu Anfang des Jahres neuen Auftrieb verliehen. Am Folgetag einer Pressekonferenz des kommenden Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump stieg der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) Gold am Donnerstag zum ersten Mal seit sieben Wochen wieder über die Schwelle von 1.200 Dollar.

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Am Morgen erzielte die Notierung bei 1.204,77 Dollar den höchsten Wert seit November. Seit Anfang des Jahres ist der Preis des Goldes damit mehr als 4 % gewachsen. Der Preis des Goldes wurde am Vortag von der Pressekonferenz des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten Trump kräftig geprägt. Das Edelmetall profitierte von der Unsicherheit, da sich Trump nur extrem vage zu seinem vorausgesagten Wirtschaftsprogramm mit Steuerreduzierungen und Investments äußerte.

Auch der Dollar hielt nicht stand und sank gegenüber dem Yen und dem Euro auf die niedrigsten Kurse seit Dezember 2016. Der Preis des Goldes schloss auf einem 7-Wochenhoch bei nahezu 1200 Dollar, derzeit liegt er auf diesem Level. Schuldverschreibungen waren auch gefragt und die erhöhte Nachfrage hat die Renditen auf Schuldtitel weiter fallen lassen. Die Verzinsung der zehnjährigen US-Staatsobligationen sank auf 2,32 %, hierzulande fielen die Erträge der 10jährigen Staatsanleihen der Bundesrepublik auf aktuell 0,24 %.

Nach Trump müssten heute wieder die Ansprachen etlicher Federal Reserve-Mitglieder die Beachtung der Märkte auf sich ziehen. In Europa wird das Protokoll der letzten EZB-Zusammenkunft interessant sein. Der Preis des Goldes konnte schon den vierten Börsentag in Folge zulegen. Börsenanalytiker erklärten den Zuwachs u.a. mit der Gefahr der Investoren über den kommenden politischen Kurs der USA.

Auch der erste Presseauftritt von Trump nach seinem Triumph bei den Präsidentschaftswahlen im November lieferte am Tag zuvor nur wenig die von Marktteilnehmern erhofften Erfahrungen über geplante Initiativen der neuen Administration. Zusätzlich habe der neueste Verlust des Dollar den Preis des Metalls unterstützt, wurde gesagt. Seit der Pressekonferenz von Trump ist der Kurs des USD im Vergleich zum Euro um nahezu zwei % gefallen. Ein sinkender Dollar macht Gold in Staaten nicht innerhalb des Währungsgebiets des Dollars günstiger und stützt damit die Nachfrage.

China

Kräftige physische Zukäufe des gelben Edelmetalls der Chinesen und die Nachwirkungen des enttäuschenden Auftritts des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump haben den Preis des Goldes über die Schwelle von 1.200 Dollar gehievt. An der SGE wurden am aktuellen Donnerstag bei den außerordentlich liquide gehandelten 1000-Gramm-Barren Umsätze i.H.v. 45.750 kg gemeldet.

Damit beziffern sich die durchschnittlichen Tagesumsätze dieser Woche auf 34.706 kg. Ein noch höherer Wert wurde zum Schluss vor exakt 12 Monaten kommuniziert. Auch zu jener Zeit war das kommende chinesische Neujahrsfest als wichtigster Kaufanlass genannt worden. Aber spätestens am 27. Januar könnte dieses Argument nicht mehr ziehen. Bis zum 2. Februar bleiben dann die Handelszentren in Hongkong und Shanghai festtagsbedingt geschlossen.

Dann wird sich präsentieren, wie der Rest weltweit an den Metallbörsen handeln wird. Am Nachmittag des Donnerstag gab sich der Preis des Goldes mit höheren Kurszahlen. Bis gegen 14.55 Uhr (mitteleuropäische Zeit) verteuerte sich der am tatkräftigsten gehandelte Terminkontrakt auf Gold (Februar) um 4,40 auf 1.201,00 Dollar je Unze.

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