Yen und Staatsanleihen stützen Goldpreis

24. Januar 2017

Als sich der USDX von seinem gestrigen Siebenwochentief wieder erholt hat, rutschte das Gold leicht ab. Der neue Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump schreitet rasch zur Tat und stützt damit den Preis des Goldes: Am Montag hat er bekanntgegeben, dass die Vereinigten Staaten „sehr bedeutende“ – gemeint sein dürften extrem hohe – Grenzzölle einführen werden.

staatsanleihen yen dollar gold

Außerdem hat er einen Erlass zum Abgang aus dem transpazifischen Übereinkommen TPP unterschrieben. Anleger befürchten, dass das das Wachstum des globalen Handels merklich dämpfen wird, vor allen Dingen wenn Staaten wie China mit eigenen Gegenaktionen reagieren werden. Wegen der zunehmenden Gefahr fliehen Anleger aus dem USD in den Yen, weswegen der Dollar stark in Bedrängnis ist.

Das beflügelt den Preis des Goldes merklich, der momentan bei 1216 Dollar notiert. Zur gleichen Zeit fliehen Anleger in US-Staatsobligationen, weswegen die Zinsen fallen. Damit bekommt der Preis des Goldes von einer zweiten Seite Rückenwind. Heute werden Investoren hauptsächlich auf den EMI für die US-Wirtschaft schauen, der um 15.45 Uhr publiziert wird.

China fällt wegen Neujahrsfest als Käufer aus

Um 16 Uhr folgen die Veräußerungen vorhandener Häuser. Sollten die Daten besser als vermutet ausfallen, könnte das den US-Dollar stützen, was Gegenwind für den Preis des Goldes heißen würde. Von echtem Verkaufsdruck kann an den Metallbörsen jedoch keine Rede sein. Am Freitag werden die chinesischen Marktteilnehmer aufgrund ihres Neujahrsfestes eine Woche lang als Abnehmer ausfallen. Man kann darum neugierig sein, wie sich der Entfall dieser Liquidität auf den Preis des Goldes auswirken wird. Eine Garantie, dass sich eine mögliche Abwärtstendenz in Grenzen halten wird, könnte Donald Trump und dessen protektionistischen Planungen bleiben.

In den Vereinigten Staaten von Amerika hält sich die Käuferstimmung zum Thema die gehaltene Menge an Gold des weltweit größten Gold-Indexfonds SPDR Gold Shares aber nach wie vor in Grenzen. Zum Wochenbeginn rutschte diese nämlich von 809,15 auf 807,07 t ab. Am Nachmittag des Dienstags gab sich der Preis des Goldes mit robusten Kurszahlen. Bis gegen 14.45 Uhr (mitteleuropäische Zeit) vergünstigte sich der am tatkräftigsten gehandelte Terminkontrakt auf Gold (Februar) um 1,70 auf 1.213,90 Dollar je Unze.

Themen: , , , ,